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Augsburger Puppenkiste – An langen Fäden um die Welt

Besprechung

Die Augsburger Puppenkiste zu Gast in Lauf

Zweimal 200 große und kleine Besucher nutzten am Samstag, 13. April, die einmalige Chance, die Augsburger Puppenkiste endlich einmal live zu erleben. Die beiden seit Wochen ausverkauften Vorstellungen von „Urmels  großer Reise“ in der Bertleinaula waren bis auf den  letzten Platz besetzt. Die Initiatorinnen des Gastspiels, Beate Hafer-Drescher und Renate Grabmeier von der Stadtbücherei sowie Dr. Christiane Müller vom Industriemuseum hatten aufgrund des großen Andrangs bis zuletzt versucht, noch eine dritte Vorstellung zu organisieren – keine Chance, zu eng ist der Tournee-Plan der Augsburger Puppenkiste.

Mit Urmel auf große Reise

Urmels Ziehmutter Mama Wutz hat Bauchweh. Da hilft nur Rizinus oder so etwas Ähnliches…Eine kleine Verwechslung führt dazu, dass sich das Urmel auf die Suche nach einem Rhinozeros macht. Eine lange Seereise führt vorbei an den Osterinseln mit einem ausgesprochen unfreundlichen Osterhasen und an einem gefährlichen Vulkan kurz vor dem Ausbruch, den Urmel aber schnell besiegt. Zusammen mit einem neuen Reisegefährten, dem ständig plappernden Schlaumeier-Stein des Weisen, kann endlich in Afrika das begehrte Nashorn ausfindig gemacht werden. Auch wenn Fritz Ferdinand ein ziemlich kleiner Kerl ist – Rhinozeros ist Rhinozeros -, zu Dritt machen Sie sich schnell auf den Rückweg zu Mama Wutz. Längst ist die Schweinedame genesen, freut sich aber riesig über die neue „Haushaltshilfe“  Fritz Ferdinand. – Eine urige, kindgerechte Selbstfindungsgeschichte, Fazit: „Sei wie Du bist,  alles andere findet sich!“

 

Vergnügte Spieler auf offener Bühne

Das vierköpfige Ensemble der Augsburger Puppenkiste überraschte mit einer erstaunlich wandelbaren Kleinbühne und beeindruckte durch ungeheure Fingerfertigkeit. Seien es Urmels rotierende Ohren oder Ferdis flatterndes Schwänzchen, die Spieler inszenierten  das Marionetten-Stück mit viel Liebe zum Detail. Ein besonderer Reiz lag sicher auch in der Interaktion zwischen Puppen und Akteuren, die aufgrund der offenen Spielweise stets sichtbar waren. „Die Herausforderung ist, aus einem toten Gegenstand eine lebendige Figur entstehen zu lassen“, berichtete der sichtlich gut gelaunte Tourleiter. Das Publikum war hingerissen – nicht zuletzt von der Möglichkeit, nach Ende der Vorstellung Puppen und Spieler aus nächster Nähe in Augenschein zu nehmen und sich mit der Lieblingsfigur fotografieren zu lassen.

Kindersendung von Radio F über Laufer Aufführung

Auch der Nürnberger Sender Radio F ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen, bei einer Aufführung der Augsburger Puppenkiste dabei zu sein und die Spieler zu interviewen. Der Beitrag wird am Sonntag, 5. Mai in der Kindersendung „Kleinlein und Lein“ zwischen 8 und 9 Uhr ausgestrahlt und steht einen Tag später als Download auf der Website der Stadtbücherei Lauf zur Verfügung.

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