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Beim Krimiautor ist das Böse in guten Händen …

Laufer Criminale-Nacht kam mordsmäßig gut an

Rund 340 Besucher wollten am 23. Mai den „Tatort“ an der Pegnitz auf keinen Fall verpassen, der damit die publikumsstärkste Einzelveranstaltung des ganzen 5-tägigen Festivals in der Metropolregion Nürnberg-Fürth ist. Wenn sich schon die Crème de la Crème der literarischen Ganovenzunft ein Stelldichein gab, so konnten in Lauf vier Autoren zeigen, dass auch Franken selbst einiges an Nervenkitzel zu bieten hat.

Lucas Bahl, der Kurator der Ausstellung „Steckbrieflich gesucht“, die noch bis zum 28.5.2014 in der Stadtbücherei zu sehen ist, erzeugte als Dr Crime Schaueratmosphäre, indem er das Böse in jedem von uns beschwor,  bevor er dann als Moderator die drei Akteure des Abends einführte. Vornehmlich in Erlangen und Bamberg lässt der arrivierte Autor Dirk Kruse seinen Gentleman-Detektiv den nunmehr dritten Fall ermitteln und schaut mit einer guten Prise Selbstironie hinter die Kulissen des Universitätsbetriebes.

Peter Godazgar aus Halle, der am folgenden Tag zum Sprecher des „Syndikats“ gewählt wurde, unternahm erst gar nicht den Versuch, die Franken zu verstehen. Geschickt löste er mit einem Kunstgriff  den von der „Soko Criminale“ erteilten Killer-Auftrag, in dem der sich in einen harmlosen Touristen verwandelte, der Lauf besucht – aber auch dies nicht ohne Hintergedanken. Bob Meyer dagegen versetzte sich und seine Zuhörer mitten hinein in die fränkische Seele. So manche Schrulle und der Dialekt seines Kommissars Kalle Brechtl hatten im Publikum einen hohen Wiedererkennungswert… Zum Abschluss würzte der Newcomer im Krimigewerbe seinen mit kabarettartigen Versatzstücken gespickten Auftritt noch mit eigenen Songs, bei denen Mord und Totschlag zwar nicht im Vordergrund stehen, die Brautschau des Bibers aber auch kein Happy End findet. Das Publikum nahm´s mit Humor und hat selbst die Giftcocktails gut überstanden.

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