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Ingo Schulze(c)Stadtbücherei Lauf

Die Laufer Literaturtage 2018 waren ein voller Erfolg

Ein Programm von großer Bandbreite überzeugte über 4600 Besucher

Das Veranstaltungsteam der Stadtbücherei Lauf ist mehr als zufrieden. Die Laufer Literaturtage waren auch im 23. Jahr ihres Bestehens ein großer Erfolg; zu den öffentlichen Lesungen vom 3. bis 11. November kamen über 3400 Besucher. An 11 Schulveranstaltungen mit Beate Dölling, Margit Auer, Ingo Schulze und Margit Ruile, die fast durchgehend im Lesecafé der Stadtbücherei stattfanden, nahmen 1200 Schüler aller Altersstufen aus über 50 Klassen teil. Teilgenommen hatten wieder nahezu alle Laufer Schulen.

Aus den Zuschauerreihen der neun öffentlichen Lesungen gab es ausgesprochen viele positive Reaktionen auf das ungewöhnlich abwechslungsreiche Programm mit großer Spannbreite. Die Woche startete mit einem bewusst jungen Programm. Das Laufer Jugendzentrum war brechend voll, als Szene-Moderator Michael Jakob den Premierenabend „Poetry Slam to go“ eröffnete. Das Begleitheftchen, eine Handreichung für die Hosentasche, ist auch nach der Literaturtage-Woche für 4 Euro in der Stadtbücherei Lauf erhältlich. Das Angebot gilt, solange der Vorrat reicht.

Bereits im Vorfeld waren die Veranstaltungen mit Hannes Ringlstetter, Jasmin Tabatabai und Margit Auer ausverkauft. Hannes Ringlstetter, ein Stargast der 23. Literaturtage, gewann gemeinsam mit Edgar Feichtner an der Slideguitar und Mundharmonika in einer unübertroffen kurzweiligen musikalischen Kabarettlesung schnell die Herzen der Laufer. Für ein vorrangig literarisch interessiertes Publikum war die Lesung mit Dörte Hansen sicher einer der Höhepunkte der diesjährigen Reihe. Vor voll besetzten Stuhlreihen stellte die Norddeutsche ihren neuen Roman „Mittagsstunde“ vor. Das Mitte Oktober erschienene Werk steht seit kurzem auf Platz eins der Spiegel-Bestsellerliste.

Jasmin Tabatabai offenbarte im Gespräch mit Dirk Kruse und in Einspielungen ihrer Lieblingssongs viele Seiten eines Lebens zwischen Deutschland und Persien, zwischen Schauspielkunst und Jazzmusik. Sympathisch und nachdenklich, offen und ausführlich beantwortete der in West wie Ost anerkannte Schriftsteller Ingo Schulze alle Publikumsfragen, die sich im Anschluss an die Vorstellung seines Simpliccimus‘-Romans „Peter Holtz“ ergaben. Lucas Grimm alias Uwe Wilhelm und Leslie Malton boten mit der gemeinsamen Präsentationen des brisanten Politthrillers „In den Tod“ einen emotional aufwühlenden Beginn sowie einen fröhlich-unterhaltsamen Ausklang im Plauderdialog der Veranstaltung. Völlig anders gab sich Volker Weidermann. Mit Verve, feiner Ironie und konzentrierter Erzählkunst veranschaulichte der Literaturkritiker die spannende Umbruchzeit vom Königreich bis zur revolutionären Euphorie, die zur Ausrufung des Freistaates Bayerns durch Kurs Eisner führte.

Unbestrittener Favorit des Jugendprogramms war Margit Auer, die mit einer Bestoff-Lesung aus Kultreihe „Die Schule der magischen Tiere“ einen großen Fanclub im Lesecafé der Stadtbücherei vereinigte. Der afrikanisch angehauchte Kindernachmittag „Tafiti für alle Sinne!“ mit musikalischen Darbietungen, Zeichnungen an der Flipchart, Lesung mit verteilten Rollen lockte viele kleine und große Erdmännchen-Freunde in die Bertleinaula. Der Laufer Jugendchor der Johanniskantorei unter der Leitung von Silke Kupper hat das schwungvolle Programm mit passenden Songs untermalt und abgerundet. Noch bis zum 15. Dezember sind in der Stadtbücherei Lauf die farbenfrohen Illustrationen rund um „Tafiti und anderes“ von Julia Ginsbach zu sehen. Weitere Informationen: http://www.literaturtage-lauf.de/tag/ausstellung-kunst/

Es bleibt spannend: Schon bald beginnen erste Planungen für das neue Programm 2019 der Literaturtage. Eine Herausforderung wird auch der Wechsel in das Christoph-Jacob-Treu-Gymnasium im kommenden Jahr werden, aber es laufen auch auf diesem Gebiet die Vorbereitungen.

Fotografische Impressionen und eine Presseschau lassen zeitnah unter www.literaturtage-lauf.de die diesjährigen Literaturtage Revue passieren.

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