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Dreimal „Fantasy at its Best“ in der Stadtbücherei Lauf

Mit Denis Scheck, Werner Fuchs und Tom Wlaschiha waren am 8. Juni nicht nur ein Literaturkritiker von Rang, ein renommierter Verleger und ein bekannter Star der Filmszene nach Lauf gekommen, sondern vor allem bekennende Leser phantastischer Literatur. Durch den Abend führte Denis Scheck, Moderator der Bücher-Sendung „Druckfrisch“. Sein erstes Anliegen war, eine Begriffsöffnung vorzunehmen und deutlich zu machen, dass jede Literatur seit Homer letzten Endes „Fantasy“ sei. Damit wurde der Fokus jenseits markttauglicher Etikettierungen auf die literarischen Qualitäten ¬desjenigen Schriftstellers gelegt, der das geistige Zentrum des Abends bildete: George R.R. Martin, amerikanischer Bestsellerautor von „Das Lied von Feuer und Eis“. In der Runde kam man ziemlich schnell auf die aufwändige Fernseh-Verfilmung unter dem Titel „Game of Thrones“ zu sprechen. Spätestens als Tom Wlaschiha alias Jaqen H’ghar der TV- Serie eine Kostprobe seines Könnens gab, lag über dem voll besetzten Lesecafé ein feiner Glanz – gleichermaßen hervorgerufen durch den Feuereifer der Begeisterung für einen visionären Schriftsteller als auch durch die brillante Wortgewandtheit des Mannes, der über eineinhalb Stunden den Gesprächsfaden überaus geschickt in der Hand hielt, Denis Scheck.

Die sagenhafte Welt des kleinen Hobbit

Drei Tage zuvor stand am 5. Juni der „Hobbit“ von J.R.R. Tolkien auf dem Programm. Der Schauspieler Rainer Rudloff erweckte den Klassiker der phantastischen Literatur mit seinen Stimm- und Darstellungskünsten so ausdrucksstark zum Leben, dass die Zauberwelt von Auenland und Mittelerde, Bilbo Beutlin, die menschenfressenden Trolle, Orks und der verschlagen-schleimige Gollum buchstäblich durch das gut gefüllte Lesecafé zu spuken schienen. Nicht nur die erwachsenen Besucher, sondern auch die anwesenden Jugendlichen lauschten über eineinhalb Stunden gebannt dem spannenden Vortrag. Hut ab vor diesem Talent!

 

Bilder von J.R.R. Tolkien

Die Lesung von Rainer Rudloff war zugleich die Eröffnung der Ausstellung von Tolkiens Zeichnungen zum „Hobbit“, die der Oxforder Sprachwissenschaftler in den 1930er Jahren schuf, teilweise bereits für die Erstausgabe. In Deutschland wurden diese Arbeiten erstmalig im Rahmen des Stuttgarter Fantasy-Festivals „Dragon Days“ 2012 der Öffentlichkeit präsentiert. Die Ausstellung von ausgewählten, farbenfrohen Reproduktionen der Buchkunst, farbigen und Schwarz-Weiß-Grafiken gibt einen Eindruck, wie sich Tolkien selbst die Hobbit-Welt vorstellte. Die Exponate sind noch bis 31. August zu den Öffnungszeiten der Stadtbücherei zu besichtigen: Mo, Di, Fr 14-18 Uhr / Mi 9-14 Uhr / Do 14-19 Uhr / Sa 10-13 Uhr.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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