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Lauf im Bann des Vorlesens

Von mittags bis abends 30 Vorleser aktiv

Am 26. November wurde in ganz Deutschland der Vorlesetag begangen, der von der Stiftung Lesen gemeinsam mit der Wochenzeitschrift „Die Zeit“ und anderen Partnern ins Leben gerufen wurde, um die Freude am Buch wachzurufen und den Blick für die wichtige Funktion des Vorlesens zu schärfen. Gemäß dem Leitspruch „Lesen ist eine wunderbare Sache, Zuhören auch“ schwärmten in Lauf an diesem Tag vierundzwanzig gut präparierte Vorleserinnen und Vorleser aus der Oberstufe des CJT-Gymnasiums zu den verschiedensten Lokalitäten aus. Im Kindergarten Schönberger Weg, an der Kunigunden-Schule, im Glockengießer-Spital und in der Diakonie, in Laufs Buchhandlungen Haala und Dienstbier, in der Bäckeria und sogar im Stadtbus wurde für Jung und Alt Heiteres, Besinnliches, Lyrik und Prosa vorgetragen, zum Teil sogar mit Musik untermalt.

Selbstverständlich wurde auch in der Stadtbücherei gelesen. Zwischen 14 und 18 Uhr nahmen sechs Laufer „Prominente“ auf dem Lesesessel Platz und lasen aus selbst ausgesuchten Büchern. Es war mit Marie-Sabine Rogers „Labyrinth der Wörter“ (1. Bürgermeister Benedikt Bisping) und „Meine kaukasische Schwiegermutter“ von Wladimir Kaminer (Dr. Renate Kubli) als Vertreter der überregionalen zeitgenössischen Buchkultur über fränkische Krimigeschichten, u.a. „Der Pelzmärtelmörder“ (3. Bürgermeister Georg Schweikert) bis zu „Dehnberg. Eine Kirche und ihr Dorf“ und „Sagen aus dem Nürnberger Land“ (Hartwig Zitzmann, geschäftsleitender Beamter a.D.) eine hörenswerte,  mit Verve vorgetragene Mixtur geboten. Stadtarchivar Ewald Glückert brachte gleich einen ganzen Korb voller Lektüre mit und Manfred Scheld, stadtbekannt für seine humorig-scharfzüngigen Büttenreden, hatte sogar den Akkordeonisten Hans Hummert dabei, der den Zweiten Bürgermeister beim Bänkelsang vom „Laffer Bimbela“ begleitete.

 

Für abwechslungsreiche, amüsant-instruktive Kabinettstückchen trat Experte Rolf-Bernhard Essig zwischendurch und am Abend ans Mikrofon, der mit Rat für alle Fragen rund um Redewendungen und Sprichwörter zur Verfügung stand und witzige Erläuterungen zu geben wusste. Bei der Abschlussveranstaltung im kleinen, aber sehr interessierten Kreis ließ er dann noch im wahrsten Sinn des Wortes die (Stoff-) Katze aus dem (Jute-) Sack und hielt ein quietschrosa Schweinchen in die Höhe, um den Besuchern auf die Sprünge zu helfen.

Was mit dem Tag der Bibliotheken am 24. Oktober begann, ging am 26. November zu Ende – der Vorlesetag war zugleich die Finissage der Ausstellung „Lesen. Ohne Worte“ mit Foto-Arbeiten von Rainer Griese, die auf ihre still beredte Weise vom Lesen erzählten und die Klammer zum übergreifenden Thema Lesen bildeten – über die Laufer Literaturtage hinweg.

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