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Lesen mit und ohne Worte

Anlässlich der bundesweiten Aktionen „Treffpunkt Bibliothek“ (24.-31.10.10) und „Deutscher Vorlesetag“ (26.11.10) hat sich die Stadtbücherei Lauf eine spezielle Klammer überlegt: Im Haus in der Turnstraße ist die Ausstellung „Lesen. Ohne Worte“ mit exquisiten, aussagestarken Fotos von Rainer Griese zu besichtigen. Befinden sich im Cafébereich und im angrenzenden Flur der Volkshochschule themenbezogene, witzig bis romantisch gefärbte Collagen mit lesenden Klein-Figuren, so kann man sich im oberen Stockwerk der Bücherei einen Eindruck von dem freien Können des professionellen Fotografen verschaffen. Großformatige Stillleben laden zur Meditation über Farbe, Stimmung und erzählende Titel ein. Dieser Augenschmaus wie auch die Lese-Impressionen lassen sich – über die 15. Literatur Tage 2010 hinweg – noch bis einschließlich 26. November genießen. Einige der abgebildeten Lese-Figürchen, die freundlicherweise von dem Sammler Rainer Hilf aus Wiesbaden zur Verfügung gestellt wurden, sind als Originale in drei Glasvitrinen ausgestellt.

Im Rahmen der Vernissage am 24. Oktober unterhielt Stefan Bollmann vorzüglich mit einem Vortrag über das Glück des Lesens. Der Lektor und ehemalige Verlagsleiter, dem die soziologische und historische Entwicklung unserer unentbehrlichen Kulturtechnik persönlich am Herzen liegt, hatte sich insbesondere mit seinem von Elke Heidenreich empfohlenen Buch „Frauen, die lesen, sind gefährlich“ deutschlandweit eingeführt. Eine szenische Lesung aus Alan Bennetts „Die souveräne Leserin“, von Studentin Amely Drescher eindrücklich vorgetragen, sorgte für die literarische Unterfütterung der theoretischen Ausführungen.

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