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Welttag des Buches 2010 in der Stadtbücherei

Rund um den Welttag des Buches lud die Stadtbücherei Lauf auch in diesem Jahr wieder kleine und große Freunde der Literatur ins Haus in der Turnstraße.

Am 23. April sprach Dr. Jürgen vom Scheidt über Kreativität und Hochbegabung. Der Psychologe und Verfasser des Bestseller-Sachbuchs „Das Drama der Hochbegabten“ leitet in München das Institut für Kreativitätspsychologie, zu dem eine anerkannte Schreibwerkstatt gehört. Als Autor von Gedichten, Kurzgeschichten und Science-Fiction-Romanen war der Referent hervorragend geeignet, das Thema umfassend zu erörtern. Im Lauf des Abends fokussierte sich der Vortrag auf Formen unterschiedlicher Fähigkeiten, die sich durch Zuwendung und positive Resonanz zu einem erfolgreichen Verhalten des Kindes und später des Erwachsenen entwickeln würden. Spannend war, zusammen mit Jürgen vom Scheidt über mögliche arbeitsmarktpolitische und gesellschaftliche Konsequenzen in der Zukunft nachzudenken, die mit dem Ersetzen von differenzierten Handarbeiten durch Roboter entstehen könnten. Denn diese würden von Hochbegabten entwickelt und machten die weniger Begabten überflüssig. Mit dieser sehr nachdenklich machenden Frage endete der Vortrag.

 

 

Wort, Bild und Klang
Ausstellung Alfred Hertrich noch bis 2. Juni im Haus in der Turnstraße zu besichtigen

„Wort, Bild und Klang gehören zusammen“, ist Alfred Hertrich der festen Überzeugung. Schon deshalb fand zur Ausstellungseröffnung seiner Werke im Haus in der Turnstraße am Samstag, 24. April eine jazzige, rhythmisch und inhaltlich beschwingende Text-Musik-Performance statt. Der bildende Künstler und Grafiker, der den Weidener Jazz-Zirkel gegründet hat und zu den profiliertesten Jazz-Interpreten in der Region zählt, war selber auf der Gitarre zu hören. Zusammen mit dem Kontrabassisten Wilfried Lichtenberg begleitete Hertrich in freier Improvisation den Lesungsvortrag von Jürgen vom Scheidt, der – nach seinem Sachvortrag am Vorabend – ein Zeugnis seines schriftstellerischen Könnens gab und eigene Kurzgeschichten und Haiku las.

Nach dieser Einstimmung widmeten sich die Besucher der Betrachtung der Bilder. – Ein Großteil der Exponate laden im kalendarischen Jahreszyklus zur Meditation über Kurzgedichte von Jürgen vom Scheidt und ergänzender Bild-Illustration von Alfred Hertrich ein, die eine langjährige Freundschaft verbindet. Neben den Bild-Text-Arbeiten der Kalenderprojekte sind Landschaftsbilder zu sehen, die der leidenschaftliche Skandinavienreisende auf langen, einsamen Wanderungen entworfen hat.

Die Ausstellung ist zu den Öffnungszeiten zu besichtigen: Mo/Di/Fr 14-18 Uhr / Mi 9-14 Uhr / Do 14-19 Uhr / Sa 10-13 Uhr.

 


Mit Magie ins Ritterland

Fast jedes Kind kennt mittlerweile „Das magische Baumhaus“ – die Kultreihe von Mary Pope Osborne, die Abenteuergeschichte und Wissensvermittlung geschickt verbindet: Anne und Philipp entdecken im Wald ein Baumhaus, das sich drehen kann und in einer anderen Zeit und Welt landet. Die begehrte Serie hat geradezu magische Wirkung auf Kinderherzen. Deshalb war es kaum verwunderlich, dass innerhalb kürzester Zeit alle Karten für die beiden Veranstaltungen am 28. Mai vergriffen waren.

Stellvertretend für die amerikanische Kinderbuchautorin Mary Pope Osborne nahm Schauspieler Stephan Bach aus Bamberg die vielen kleinen Besucher an diesem Nachmittag mit auf die Reise. – Wo sind Phillip und Anne diesmal mit ihrem drehenden Baumquartier angekommen? Ein geheimnisvoller schwarzer Ritter reitet vorbei… Anne und Philipp heften sich an seine Spuren und kommen zu einer Burg, wo sie Bekanntschaft machen mit dem mittelalterlichen Ritterleben und ein spannendes Abenteuer auf sie wartet.

In seiner quicklebendigen, szenischen Lesung, an der die Kinder aktiv und lautstark mitwirken durften, band Stephan Bach geschickt Wissensfragen ein, und so verließen die Zuhörer zufrieden, angeregt und „Baumhaus“-gestärkt eine Stunde später die Bücherei. Die regelmäßig zum Welttag des Buches ausliegenden Geschenkbücher der Stiftung Lesen – in diesem Jahr mit Freundschaftsgeschichten – waren nach den Baumhaus-Veranstaltungen ebenfalls restlos ausgegeben.

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