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Lesung und Gespräch

Karten gibt es online auf stadtbuecherei-lauf.de und bei den bekannten Vorverkaufsstellen.

„Die Stadt und ihre ungewisse Mauer“ heißt der neue, große Roman von Japans wichtigstem Autor der Gegenwart: Haruki Murakami. Ein melancholischer, zärtlicher und philosophischer Roman über eine verlorene Liebe, die Suche nach dem Selbst und die Möglichkeit, Mauern zu überwinden.
Übersetzt wurde das Buch wieder von Ursula Gräfe, die am 17. April 2024 in die Stadtbücherei kommt. Sie liest aus Die Stadt und ihre ungewisse Mauer“ und erzählt von der Kunst der Übersetzung aus dem Japanischen.

Willkommen im Murakami-Universum! Eine ummauerte Stadt, die nur betreten kann, wer seinen eigenen Schatten zurücklässt: Hier lebt das wahre Ich des Mädchens, in das sich der namenlose Erzähler mit siebzehn Jahren unsterblich verliebte. Er macht sich auf die Suche, gelangt in die Stadt und ihre geheimnisvolle Bibliothek, doch das Mädchen erkennt ihn nicht mehr.
Unter rätselhaften Umständen gerät der Erzähler zurück in die Welt jenseits der Mauer. Er zieht nach Tokio, arbeitet im Buchhandel, hat wechselnde Freundinnen. Aber er kann das Mädchen nicht vergessen. Schließlich kündigt er und nimmt eine Stelle in einer alten Bücherei in der Präfektur Fukushima an. Die Erinnerung an die ummauerte Stadt kehrt mit aller Macht zurück, die Realität gerät knirschend ins Wanken – und der Erzähler muss sich fragen, was ihn an diese Welt bindet.

Haruki Murakami, 1949 in Kyoto geboren, lebte längere Zeit in den USA und in Europa und ist der gefeierte und mit höchsten Literaturpreisen ausgezeichnete Autor zahlreicher Romane und Erzählungen. Sein Werk erscheint in deutscher Übersetzung bei DuMont.

Ursula Gräfe hat in Frankfurt am Main Japanologie und Anglistik studiert. Aus dem Japanischen übersetzte sie u. a. Yukio Mishima, Hiromi Kawakami und Sayaka Murata. Für DuMont überträgt sie die Werke Haruki Murakamis ins Deutsche. 2019 erhielt sie den japanischen Noma Award for the Translation of Japanese Literature.

Foto Ursula Gräfe (c) Fotofabrik

„Dies ist ein ganz großer Roman, das hat sicherlich auch damit zu tun, dass er ganz großartig übersetzt ist von Ursula Gräfe […] und das ist sicher auch ein Grund dafür, dass sich dieser Roman ganz leicht liest und diesen flirrenden Effekt hat, den niemand so beherrscht wie Haruki Murakami.“ (Katrin Schumacher, MDR Kultur Unter Büchern)

„So zart und wirklich, […] vielleicht das Allerschönste, was Haruki Murakami in seiner langen Zeit als Autor gelungen ist.“ (Alex Rühle, Süddeutsche Zeitung)