Karl-May-Jahr 2012: 100. Todestag – 170. Geburtstag
Ausstellung: 20.05. – 14.07.2012
Haus in der Turnstraße 11
Vernissage: Sonntag, 20. Mai 2012, 11 Uhr
Stadtbücherei Lauf, Turntraße 11, 91207 Lauf
In zwei Bildbänden nimmt der praktizierende Karl-May-Freund und geniale Zeichner Peter Klier die spannendsten, heitersten und romantischsten Höhepunkte aus Karl Mays gesammelten Werken und das Leben des großen Fabulierers mit spitzem Stift aufs Korn: Winnetou auf dem Weg zum Mars und Old Shatterhand auf Liebespfaden? Kara
Ben Nemsi als Angsthase, Karl May im Harem und Nscho-tschi beim Striptease? Diese und andere Fragen, die uns schon immer beschäftigten, werden endlich beantwortet! Die witzigen Bildphantasien „Da lacht sogar Winnetou“ und „Old Kara Ben Winnetou“ werden durch hintersinnige Kurzgedichte und -geschichten ergänzt, in denen Peter Klier Karl May augenzwinkernd neu erfunden hat.
Vom 20. Mai bis 14. Juni sind die Karl-May-Karikaturen von Peter Klier, der auch als „fränkischer Spitzweg“ bezeichnet wird, im Haus in der Turnstraße zu sehen. Zur Vernissage am 20. Mai, um 11 Uhr wird der Künstler selbst Rede und Antwort stehen und Amely Drescher die humorvollsten Texte lesen. Dazu sind die schönsten Melodien aus den bekanntesten Karl-May-Verfilmungen zu hören.
Die Ausstellung ist zu den Öffnungszeiten der Stadtbücherei
zu besichtigen: Mo/Di/Fr 14-18 Uhr, Mi 9-14 Uhr, Do 14-19 Uhr, Sa 10-13 Uhr.
Kostenlose Einlasskarten sind ab 16. April in der Stadtbücherei Lauf, Turnstraße 11, 91207 Lauf erhältlich.
Karl-May-Jahr 2012: 100. Todestag – 170. Geburtstag
Montag, 11. Juni 2012, 20 Uhr
Stadtbücherei Lauf, Turnstraße 11
Als Karl May 1899 realiter gen Morgenland aufbrach, hatte er seine großen Orient-Abenteuer bekanntlich längst geschrieben: „Durch die Wüste“, „Durchs wilde Kurdistan, „Der Schut“ und einige mehr. Was er vor Ort erlebte, passte so gar nicht in das Bild, das er sich selbst und seinen Lesern einige Jahre zuvor gemacht hatte. Unter der Devise „Hadschi Halef Omar treffen“ reist Christian Springer auf literarisch-humoristischen Pfaden dem Großmeister
phantastischer Geschichten hinterher und reflektiert mit satirisch geschultem Blick Karl Mays Zusammenstoß mit der orientalischen Wirklichkeit. Der preisgekrönte Kabarettist Christian Springer ist Fernseh-Zuschauern durch die „Komiker“ und seine Rolle als “Fonsi, der Wiesngrantler” ein fester Begriff. 2011 veröffentlichte der studierte Arabien-Kenner die Episoden-Sammlung „Wo geht’s hier nach Arabien?“. Christian Springer ist zudem ein großer Karl-May-Liebhaber und wird exklusiv in Lauf unveröffentlichte Texte präsentieren!
Bei großer Nachfrage findet die Veranstaltung in der Bertleinaula, Martin-Luther-Straße 2, Lauf statt. Weitere Informationen in der Tagespresse und unter www.stadtbuecherei-lauf.de
Eintritt: € 3,- VVK / € 5,- AK
Eintrittskarten sind ab 21.05.2012 in der Stadtbücherei Lauf, Turnstraße 11, im Buchladen am Hersbrucker Tor, in der Buchhandlung Dienstbier, Marktplatz 48 und im ServiceCenter der Pegnitz-Zeitung, Nürnberger Str. 19 erhältlich.
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Karl May und die Indianer – das gehört einfach zusammen, so wie Old Shatterhand und Winnetou. Daran knüpft nicht nur die laufende Vitrinenschau “Originelles und Originales rund um Karl May und Indianer” an, sondern unter diesem Thema stand auch der Veranstaltungsreigen mit Ruben Wickenhäuser.

Während der Publizist, Indianer-Experte und Jugendbuchautor am 9. Mai in seiner öffentlichen Nachmittagslesung eine aufmerksame Kinderschar mit Geschichten, indianischen Spielen und originalgetreuen Exponaten erfrischend abwechslungsreich und lebensecht mit der Welt der Lakota-Indianer bekannt machte, beschäftigte er sich in seinem Abend-Vortrag für Erwachsene mit den aus heutiger Sicht klischeehaften Indianerbeschreibungen von Karl May. Er stellte so manches „richtig“, ohne die überragende Bedeutung des visionären Erzählers zu schmälern. Kurze Filmsequenzen aus „Winnetou I“, „Der mit dem Wolf tanzt“ und Reservatsfilmen rundeten die differenzierte Herangehensweise an Karl Mays Werk ab.

Ergänzend wurden am darauffolgenden Tag in zwei geschlossenen Workshops mit Laufer Grundschülern indianische Wurfpfeile und Zielscheiben gebastelt – und natürlich sofort mit viel Begeisterung im Bücherei-Garten ausprobiert.
Wer mehr über Ruben Wickenhäuser, seine Buchveröffentlichungen und seine vielseitige Projekttätigkeit wissen möchte, kann dies unter www.uhusnest.de tun.


Flyer Karl May Veranstaltungen
100. Todestag – 170. Geburtstag
Hommage an einen Abenteuerschriftsteller
„Ich erzähle nur wirklich Geschehenes, und die Männer, von denen ich erzähle, haben existiert oder leben sogar noch heut, Old Shatterhand z.B. bin ich selbst.“ (Karl May, 1892)
Bis heute üben seine Bücher eine ungebrochene Faszination aus, mit ihm haben ganze Generationen Asien und Amerika bereist und niemand sonst hat mit seinen Helden das kollektive Leseerlebnis der Deutschen mehr geprägt als er. Die Rede ist von Karl May, der in diesem Jahr 170 Jahre alt geworden wäre und dessen 100. Todestag 2012 landauf, landab begangen wird. Auch die Stadtbücherei Lauf erinnert mit der Veranstaltungsreihe „Karl May, alias Old Shatterhand, alias Kara Ben Nemsi“, die am 7. Mai beginnt, an die schillernde Persönlichkeit des Abenteuer-Erzählers und seine nicht weniger schillernden Figuren.
Die Buchausstellung „Ich war Old Shatterhand“, außerdem 20 Bildtafeln über Leben, Werk und Wirken von Karl May sowie die Karikaturen-Ausstellung „Da lacht sogar Winnetou“ mit Cartoons von Peter Klier verbinden Informatives mit Witzig-Satirischem. Ergänzend bietet eine Vitrinenschau Originelles und Originales rund um Karl May und Indianer. Der Publizist, Historiker und Indianer-Experte Ruben Wickenhäuser schaut sich am 9. Mai in seinem Vortrag für Erwachsene das Indianerbild des Schriftstellers näher an und macht in der Kinderveranstaltung „Indianer-Spiele“ auch junge Karl-May-Fans mit der Welt der „echten“ Indianer bekannt. Spricht man von Karl May, dürfen selbstverständlich die legendären Verfilmungen von „“Winnetou I“, „Der Schut“ und „Der Schatz im Silbersee“ nicht fehlen. Auf die Buchausgaben bezieht sich noch einmal ein Kinder-Ferienprogramm im August. Einer der Höhepunkte der Reihe ist am 11. Juni die Lesung „Wo geht’s hier nach Arabien?“ mit Christian Springer, bekannt als Kabarettist „Fonsi“, der seine Sicht auf Karl May präsentiert.
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Arne Dahl im Gespräch über seine neue Thriller-Serie
Drei Jahre habe er für seinen neuen Thriller recherchiert, dann sei plötzlich der Moment gekommen, wo das Buch sagte: „Jetzt darfst du mich schreiben“. Der Mann, der seine Arbeitsweise in der ausverkauften Stadtbücherei verschmitzt schmunzelnd preisgibt und sich in sympathischem Understatement übt, heißt Arne Dahl und zählt zu den Großen des Genres. Als eine der wenigen Stationen in Deutschland kam Lauf am 25. April in den Genuss einer Veranstaltung mit dem schwedischen Autor.
Vor zehn Jahren entschied sich Jan Lennart Arnald – so der bürgerliche Name des Literaturwissenschaftlers und promovierten Philosophen -, der in Schweden zu Beginn seiner literarischen Karriere Romane, Gedichte und Erzählungen veröffentlichte, auf das Gebiet der Spannungsliteratur umzuschwenken. Er wolle ein breites Publikum erreichen, erklärte er. Unter dem Pseudonym Arne Dahl erlangte der Krimischriftsteller mit seinen über zehn packenden wie komplexen Romanen um das Stockholmer A-Team schnell weltweite Bekanntheit und spielt inzwischen in derselben Liga wie Henning Mankell.
Auch mit seiner neuen Reihe, die unter dem vorgestellten schlagkräftigen deutschen Titel „Gier“ ihren furiosen Auftakt hat und im März frisch auf den Markt kam, will Arne Dahl die von Eigeninteressen geleiteten Verflechtungen des internationalen Finanzkapitals als bittere Kehrseite der Globalisierung aufzeigen, sekundiert von gleichfalls weltweit agierenden Mafia-Organisationen. Ganze Staaten könn(t)en durch dubiose Machenschaften in den Ruin getrieben werden. Darüber, wie viel Wahrheitsgehalt dem fesselnden Plot von „Gier“ zugrunde liegt, ließ der charmante Autor sein Publikum allerdings mit der witzig-süffisanten Bemerkung im Ungewissen, dies sei genauso geheim, wie eben das länderübergreifende Europol-Team in „Gier“ verdeckt ermittle. Jedenfalls ist ein rasantes Buch mit viel Realitätsnähe entstanden, das man so schnell nicht zur Seite legt. Vorsicht, durchwachte Lektüre-Nächte!
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Welttag des Buches in der Stadtbücherei
Zum Welttag des Buches waren in einer gemeinsamen Initiative von Stiftung Lesen, des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, des Deutschen Bibliotheksverbandes und anderer deutschlandweit 33.333 ambitionierte Lesebegeisterte gesucht worden, die jeweils 30 von deutschen Verlagen gesponserte Titel verschenken wollten. Bei der Auswahl war durchaus Abwechslung geboten, die Palette reichte vom Kultbuch bis zum Klassiker. Auf diese Weise war die magische Grenze schnell erreicht, und so werden in den nächsten Wochen genau eine Million Bücher die Besitzer wechseln und Anreize zum Lesen setzen.
Für die Stadtbücherei Lauf als Abholstelle hatten sich 23 Bücherfans eingetragen, die dort ihre Päckchen direkt am Welttag des Buches abholen konnten. Es lagen auch Geschenkbücher für Kinder und Jugendliche aus, die jedes Jahr gratis zur Verfügung gestellt werden. Eifrige begannen gleich vor Ort mit ersten Tausch- und Verschenkaktionen. Die Mehrzahl gab auf Nachfrage an, mit den Leseexemplaren Freunde, Bekannte und Arbeitskollegen überraschen zu wollen. Etwas Besonderes hatte sich das Deutsch-Seminar vom CJT-Gymnasium überlegt. Die sozial engagierten Schüler schwärmen demnächst zu den „Tafeln“ in der Umgebung aus – unter dem Motto, Bücher sind Lese-Kost!



Kinderbuchautor, Maler und Cartoonist Frank Ruprecht präsentierte überzeugend ein vielseitiges Werk
Frank Ruprecht gehört zu den Großen der deutschen Kinderbuchszene. Und nicht nur das, am 28. März zeigte sich im Haus in der Turnstraße, dass er als vielfach talentierter und außerordentlich produktiver Künstler in vielen Genres zuhause ist.
Der Kinderbuchschreiber und Illustrator seiner eigenen Bücher kam für kleine Zuhörer zu 2 Lesungen mit zwei neuen, noch ungedruckten Kinderbüchern nach Lauf : „Das kleine Ferkel“, eine wunderbar gezeichnete und inhaltlich überzeugende Fabel von Hahn und Schweinchen und zugleich ein Gleichnis über die Manipulation von Menschen, weiterhin mit „Lise und Max“, einer Parabel vom schlauen Fuchs und der um einiges klügeren Gans. Dass Frank Ruprecht nicht nur vorlas und die passenden Illustrationen zeigte, sondern auf Zuruf der Kinder Tier-Figuren Körperteil für Körperteil an der Flipchart umsetze, nahm schnell alle Kinderherzen für den warmherzigen Erzähler und Zeichner ein. – Die beiden ansprechenden Kinderbücher werden voraussichtlich im Herbst im Leipziger Leiv-Verlag erscheinen. weiterlesen…

v.l.n.r.: Susanne Weiß, Renate Grabmeier, Stadtbücherei, Otto Taufkirch, Doris Utzat, stellv. Leiterin des Industriemuseums, 3. Bürgermeister Georg Schweikert und Büchereileiterin Beate Hafer-Drescher
„Sie haben Ihr Ziel erreicht – durch das Literaturquiz habe ich mich intensiv mit Lyrik beschäftigt“, soweit Doris Utzat gegenüber dem Veranstalter-Team der Stadtbücherei Lauf. Die stellvertretende Leiterin des Industriemuseums ist die Hauptpreisträgerin eines Wettbewerbs, der im Rahmen der Ausstellung „LyrDich – Gezeichnet“ mit grafischen Bild-Text-Arbeiten von Otto Taufkirch (s.u.) ausgerufen war. Gefragt wurde nach den passenden Dichternamen zu 30 zitierten Zweizeilern. Den zweiten Platz machte Susanne Weiß, die sich ebenfalls hocherfreut zeigte und gemeinsam mit ihrer Mitstreiterin von dem Künstler sowie von Kulturbürgermeister Georg Schweikert zu den Preisen beglückwünscht wurden: Susanne Weiß durfte sich drei, Doris Utzat sogar fünf Grafiken aus dem ausgestellten Bilderzyklus aussuchen.

Figurentheaterstück überzeugte mit hoher Kunst des Puppenspiels
Dass Courage gepaart mit Pfiffigkeit und Phantasie gefährliche Feinde zur Raison bringt, konnten die 130 kleinen und großen Besucher auf poetische Weise am vergangenen Mittwoch, dem 18. Januar, erfahren. Puppenspielerin Ellen Heese vom theater en miniature zeigte in der Stadtbücherei Lauf, wie auf kleiner Bühne großes Theater möglich ist und ein nahezu mythischer Stoff – die Urangst des Menschen und ihre Überwindung – altersgerecht inszeniert werden kann. Aus der Hand einer Könnerin traten vor märchenhaft schöner Kulisse auf: die kleine Maus, drei tückische Beutejäger und der schreckliche Grüffelo.
Fuchs, Schlange und Eule, die putzige Nagetiere bekanntlich zum Fressen gern haben, versuchen das begehrte Objekt mit List zu sich „nach Hause“ zu locken. Doch Maus ist ja nicht auf den Kopf gefallen – aus der Not heraus erdichtet der Pfiffikus eine Verabredung mit einem kolossalen Gefährten. Immer ausladender gerät die Schilderung des pelzigen, warzen- und klauenbehafteten Ungeheuers in der Phantasie des mutigen Frechdachses. Da tritt der Grüffelo plötzlich in echt auf den Plan. Endgültig ist nun jeder überzeugt, dass mit kleinen Leuten nicht zu spaßen ist. So werden Träume Wirklichkeit!
Im Vorverkauf gab es schnell keine Karten mehr für das Figurentheaterstück ab 4 Jahren, das auf dem weltbekannten Kinderbuch „Der Grüffelo“ von Julia Donaldson und Axel Scheffler beruht. Da sich Eltern und Kinder den Genuss der wunderbaren Aufführung nicht entgehen lassen sollten, sei darauf verwiesen, dass Ellen Heese am 11. Februar im Kulturforum Eckental noch einmal mit dem „Grüffelo“gastiert: www.kulturforum-eckental.de.
